Seit 2004 arbeiten Regula Michell und Meret Wandeler an einer lebenslangen Langzeitperformance. Einmal im Monat häkeln sie zu zweit oder mit Gästen an einem Objekt aus rosa Acrylwolle. Gehäkelt wird jedes Mal an einem anderen Ort im öffentlichen oder privaten Raum. Alle Teilnehmer*innen einer Aktion arbeiten dabei ohne formale Vorgaben am gleichen zusammenhängenden Stück («Freestyle-Häkeln»). Jede Aktion wird fotografisch dokumentiert. Die Langzeitperformance war zu Beginn auf zehn Jahre angelegt. Nach Ablauf dieser zehn Jahre beschlossen die Künstlerinnen, das Projekt weiterzuführen mit dem Ziel, lebenslang daran zu arbeiten.
Entstanden ist ein einzigartiges skulpturales Textilobjekt, an dem über 900 Gäste mitgearbeitet haben. Sie alle sind über diese «soziale Plastik» miteinander verbunden. Jede Person reagiert jeweils auf das, was vorher entstanden ist. Die Beiträge der Einzelnen, seien es einige wenige Maschen oder elaborierte Formen und Muster, werden so fortlaufend um-, über- und weitergehäkelt. Über das gemeinsame Tun eröffnet sich dabei ein eigener kommunikativer Raum, in dem die nonverbale Kommunikation genauso wichtig ist wie der Faden des Gesprächs, der aufgenommen und wieder fallengelassen werden kann.
Im Rahmen von «The Zurich Archipelago» laden die beiden Künstlerinnen dazu ein, den Faden wieder aufzunehmen und im Kollektiv an ihrem Häkelobjekt weiterzuhäkeln.
Ort
Platzspitzpark, beim Musikpavillon
Platzpromenade 5, 8001 Zürich
Termin
Mittwoch, 1. Juli · 15.30–18 Uhr
Teilnahme frei und ohne Anmeldung.
Bei starker Witterung bitte aktuelles Programm prüfen.
Foto Credit: Die Künstlerinnen
